Chorgeschichte
Am 6. Juli 1900 gründete Xaver Brugger (Lehrer und Organist) mit „6 Herren und 8 Frauen“ einen Cäcilienverein, der anspruchsvollen Kirchengesang pflegte und sich auch im gesellschaftlichen Leben von Ebikon engagierte (Unterhaltungsabende mit Theater).
Der Verein nahm an verschiedenen Anlässen teil und wurde mit Stimmbildungskursen von Anton Knüsel gefördert, der 1927 die Leitung übernahm. Auch das Präsidium wurde weiter gereicht an Franz Portmann, Louis Krummenacher und Theo Portmann, eine treibende Kraft in den Aktivitäten des Chors. Er trug auch wesentlich dazu bei, dass 1965 eine neue Orgel in der Pfarrkirche von der Kirchgemeindeversammlung bewilligt wurde. Nach 25 Jahren wechselte die Führung des Chors zu Josef Stübi und das Chorleiteramt konnte 1967 Guido Knüsel (Sohn von Anton Knüsel) übergeben werden.
Der neu benannte „Kirchenchor Santa Maria“ vergrösserte sich weiter, und der Chorleiter Guido Knüsel begann 1970 Kirchenkonzerte mit Solisten und Orchester aufzuführen. Etwas später traten Franz Schaffner, Thomas Gmür und Eugen Wildhaber in den Dienst des Direktors und Organisten. Zahlreiche Chorwerke von Bach bis Mozart wurden aufgeführt und auch „schräge Töne“ gewagt mit Werken von Guido Fässler und Albert Jenny.
1984 führte Josy Müller das Präsidium. Ihr folgten Raphael Mengis und Ernst Bäurle in einem Co-Präsidium. Es wurde anspruchsvolle Kirchenmusik gepflegt, Konzerte gegeben und versuchsweise ein offenes Singen mit dem evangelisch-reformierten Kirchenchor durchgeführt.
1992 wurde Josef Zemp neuer Chorpräsident, und Sigisbert Koller schloss sich dem Kirchenchor als bestens ausgewiesener Kirchenmusiker und begeisterungsfähiger, geduldiger Chorleiter an. Mit ihm erlebte der Chor bis heute die verschiedensten Gesänge in klassischen Kirchenmessen, weltlichen und Kirchen-Konzerten. Höhepunkte waren die Teilnahme an der 1100-Jahr-Feier der Gemeinde Ebikon, das Konzert
„Movie 94“, die Orgelweihe 1995 im Kirchenzentrum Höfli und ein Konzert mit der Feldmusik und dem Männerchor.
2002 übergab Josef Zemp das Präsidium an ein Vorstandsteam weiter, das sich von nun an die leitenden Aufgaben des Vereins teilte. Schon früh hatten sich aus der Chorgemeinschaft einzelne Gesangsgruppen gebildet: der Werktagschor (Beerdigungsgottesdienste), die Choralschola, die Kantorengruppe und das Vokalensemble. Zudem werden sporadisch GastsängerInnen für Konzerte zugezogen.
Der heutige „Chor Santa Maria Ebikon“ zählt 47 Mitglieder und ist mit seinen Untergruppen das ganze Jahr über bei kirchlichen Anlässen vertreten. Mit verschiedenen Vereinsanlässen, wie Chorausflug, Samichlausbesuch, GV, Chilbi-Beizli, Sommer-Schlusshöck kommt auch die Geselligkeit nicht zu kurz.
Papst Pius X sah im Gregorianischen Choral das höchste Vorbild aller Kirchenmusik. Von diesem Choral sind auch heute noch viele Sänger des Chores Santa Maria begeistert und pflegen ihn. Im Chorleiter Sigisbert Koller haben sie einen Magister, der auch diese Art von Kirchenmusik beherrscht und sie stilecht zur Aufführung bringen kann. Die Choralgruppe singt jeweils Beiträge (Introitus, Kommunio etc.) an Gottesdiensten mit lateinischen Messen. Ein bis zweimal im Jahr (sicher im Advent) gestaltet sie eine Messfeier mit Gregorianischem Choral mit. Wenn den Sängern nach intensiven Proben die festlichen, feierlichen Gesänge gelingen, empfinden sie grosse Genugtuung und sind überglücklich. Zu solchen frohen Erlebnissen können Sänger kommen, die dem Chor Santa Maria beigetreten sind.

Das Vokalensemble ist eine Teilgruppe des Chors Santa Maria. Je nach Bedarf werden auch Gastsängerinnen und -sänger hinzugezogen. Mehrstimmige Literatur wird selbständig erarbeitet und in wenigen, konzentrierten Proben mit dem Chorleiter zusammen vertieft. Das ist eine Herausforderung und macht Spass. Der kleine Chor ist flexibel und lässt sich allein, oder zusammen mit dem Gesamtchor zur musikalischen Mitgestaltung einsetzen.

Seit 1972 existiert diese Untergruppe vom Chor Santa Maria. Eine beachtliche Anzahl aktiver oder ehemaliger Sängerinnen und Sänger, die meisten im Pensionsalter, haben es sich zur freiwilligen Aufgabe gemacht, die Abschied-Gottesdienste gesanglich zu umrahmen. Dieses Engagement wird von den Angehörigen von Heimgegangenen sehr geschätzt. Mit den Spenden die gelegentlich eintreffen und mit einem Zustupf vom Pfarramt kann sich der Chor einen Jahresausflug leisten. Die Werktagssänger haben das verdient, haben sie doch jährlich 30 bis 40 Auftritte. Das Repertoire umfasst 25 Werke. Mit ein paar Proben werden diese jeweils aufgefrischt oder erneuert. Der Chorleiter Sigisbert Koller gibt sich viel Mühe, auch diese Sängergruppe würdig auftreten zu lassen. Der Werktagschor ist nicht mehr wegzudenken.

Die Kantoren pflegen den Volksgesang in Sonntag-Gottesdiensten. Das Vorsingen von neuen und alten, jedoch wenig gesungenen Werken aus dem Kirchengesangsbuch sollen den Kirchgängern die Lieder bekannt machen.
Der gemeinsame Kirchengesang ist ein Kulturbestandteil des Gottesdienstes. Mit dem Gesang soll dieses Erlebnis vertieft werden.

